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Resilienz stärken beim Hund

Im Zusammenleben mit dem Hund gibt es bekanntlich keine ultimative Erziehungsmethode, wie es auch bei Problem­verhalten nicht die eine Lösung gibt. Viele Wege führen nach Rom. Das Verhalten eines Hundes ist immer ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren: Die vererbten Gene des Hundes, die bisher gemachten (Umwelt-) Erfahrungen und die daraus entstandene Persönlichkeit, außerdem ist es situations- und kontextabhängig. Der Hundehalter hat auch einen großen Einfluss: Seine Persönlichkeit, seine Erfahrung, die den Umgang mit dem Hund prägen, und sein ganz persönlicher Alltag, in dem das Zusammenleben stattfindet. Ein großes Puzzle, aus dem letztendlich das individuelle Bild „Hund-Mensch-Team“ entsteht. Hier kann es keine ­pauschalen Lösungen, Erziehungstipps oder den ­heiligen Gral der Hundeerziehung geben.

Es gibt viele gute Ansätze und Wege, die das Beziehungsklima verbessern und auch bei Problemverhalten eine Therapie bzw. ein Training erheblich unterstützen können. Das Thema Resilienz ist ein großes ­Thema im Umgang mit Angst, Stress und Aggressionen. Der Neurowissenschaftler Raffael Kalisch beschreibt die Resilienz als Aufrechterhaltung oder schnelle Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während und nach Widrigkeiten. Oft wird behauptet, dass es sich um feste Wesensmerkmale handelt, die man entweder hat oder nicht, wie mit tiefgreifenden Problemen umgegangen wird. Mittlerweile weiß man, dass die Prozesse trainierbar sind und nichts in Stein gemeißelt ist. Eine Erhöhung der Resilienz, um damit langfristig einen besseren Umgang mit Stressoren zu erreichen, ist ein wichtiges Ziel im ­Training bzw. in der Therapie.

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Vanessa Engelstaedter
Vanessa Engelstädter: Menschentrainerin, Fachrichtung Hund in Niedersachsen mit dem Spezialgebiet: Analyse von und Umgang mit verhaltensauffälligen Hunden, geprüfte Kompetenztrainerin im Umgang mit schwierigen Hunden (Thomas Baumann). Ursprünglich arbeitete sie als Industriefachwirtin bei der Volkswagen AG im Vertrieb und sammelte dort die ersten Erfahrungen im Coachingbereich. Bereits zu dieser Zeit engagierte sie sich nebenberuflich im Tierheim und half den Hundehaltern bei der Erziehung mit ihren Hunden. Nach etlichen Weiterbildungen zum Thema Hund, aber auch Schulungen in Didaktik und Pädagogik, wurde der Nebenberuf zum Hauptberuf mit den genannten Spezialgebieten. Seit nun 10 Jahren steht für sie das Stärken (Coachen) der Menschen im Umgang mit ihren Hunden im Alltag im Vordergrund: Methodenoffen, alltagstauglich, wohlwollend und unter dem Aspekt der sozialen Kommunikation. Kontakt: www.hund-im-alltag.de

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