Serie Berufshunde: Der Jagdhund – nicht nur ein jagender Hund

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1895

Der Neandertaler jagte mit Speeren oder verwendete Steine um Beutetiere, zu ­töten. In der ausgehenden Steinzeit, vor ca. 30.000 Jahren, nahmen Pfeil und ­Bogen den Platz der einfachen Waffen ein. Der Mensch konnte Wild nun leichter und auf größere Entfernung erlegen. Die ­Domestikation des Wolfes zum Hund wird von Wissenschaftlern etwa auf die gleiche Zeit datiert wie das Aufkommen von Pfeil und Bogen. Wölfe sollen dem Menschen gefolgt sein, sich an Beuteresten bedient haben und so immer zahmer geworden sein. Im Laufe der Zeit haben diese „Wolfshunde“ den Menschen immer ­aktiver bei der Jagd unterstützt. Die Jagd ist also eindeutig die älteste Kooperation zwischen Mensch und Hund und dürfte ­somit auch eine Grundlage der Domestikation des Wolfes gewesen sein.

Der Jagdhund – Welche Rassen sind geeignet?
Natürlich sind die heutigen, modernen Jagdhunderassen mit den „Wolfshunden“ der Steinzeitmenschen nicht mehr ­vergleichbar. Im Laufe der Jahrtausende haben sich durch Selektion auf die ­Bedürfnisse der Jagd wahre Jagd­­­s­­pezia­­­­listen entwickelt. In Größe, Gewicht und körperlicher „Ausstattung“ unterscheiden sich die heute als Jagdgebrauchshunde bezeichneten Rassen in ihrem Exterieur extrem.

Einsatzgebiet Wald: Stöberhunde – Einsatz vor dem Schuss
Der Hund sucht selbständig nach dem Wild im Wald, schreckt es auf und soll es unter Spur- bzw. Fährtenlaut vor das­ ­Gewehr des Jägers scheuchen. Bevorzugt werden hier kleinere, leichtere Rassen, die gut durch das Unterholz streifen ­können, aber auch Baumstämme und ­andere Hindernisse leicht überwinden können. Die FCI weist die Spaniel-­Rassen, also z.B. Cocker Spaniel, ­Springer Spaniel und den Deutschen Wachtelhund als Stöberhunderassen aus.

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