Sozialdominanz bei Hunden: Märchen oder Wirklichkeit?

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Der bekannte Ethologe und Evolutionsbiologe sowie Autor zahlreicher WUFF-Artikel, Marc Bekoff, über soziale Dominanz bei Wölfen, Hunden und anderen Tieren. Seine Grundaussage in diesem Artikel ist, dass Sozialdominanz bei in Gruppen lebenden Individuen eine Realität ist, auch wenn über das Konzept sozialer Dominanz oft Verwirrung herrscht. Im Gespräch mit WUFF-Herausgeber Dr. Hans Mosser, der den Artikel ins Deutsche übersetzt hat, betont Bekoff, wie wichtig ihm dieses Thema ist, weil nicht wenige Hundehalter und v.a. Hundetrainer das Konzept von Dominanz missverstehen und es im Umgang mit Hunden auch falsch anwenden oder gar missbrauchen.

Das Konzept sozialer Dominanz ist kein Märchen. Ein Märchen ist eine mehr oder weniger erfundene Geschichte, die man zur Erklärung einer Wirklichkeit verwendet. Soziale Dominanz in Beziehungen ist hingegen etwas Reales, wie detaillierte Studien des Sozialgefüges von Tieren beweisen. Auch wenn das Konzept von Dominanz oft missverstanden oder missbraucht wird, so ist es doch ein Faktum. Nichtmenschliche (und menschliche) Lebewesen dominieren einander auf verschiedene Weise, üben Dominanz oder Kontrolle gegenüber anderen in unterschiedlichen Bereichen aus (siehe Kasten unten).

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Dr. Marc Bekoff
Der Autor Marc Bekoff ist Professor a.D. für ­Ethologie und Evolutionäre Biologie an der Colorado Universität in Boulder USA. Für seine wissenschaftliche Arbeit hat er viele Auszeichnungen erhalten, darunter auch die Guggenheim ­Mitgliedschaft und den»Exemplar Award« für lange Beiträge von musterhafter Beispielhaftigkeit der Animal Behavior Society. Bekoff hat über 30 Bücher und drei Enzyklopädien veröffentlicht, schreibt regelmäßig über ­Hunde, Kognition und Gefühle von Tieren sowie Naturschutz für das Online-Portal Psychology Today. Zudem betreibt er die Internetpräsenzen www.marcbekoff.com und, zusammen mit der Primatenforscherin Jane Goodall, www.ethologicalethics.org.

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