Spaß auf dem Wasser – Stand Up Paddling

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Stand Up Paddling, kurz SUP genannt, gilt als eine neue Trendsportart für Mensch und Hund auf dem Wasser. Was das ist und welche Voraussetzungen zu beachten sind, erklärt Kirsten Koch.

Beim Stand Up Paddling (SUP) steht der Sportler auf einem extragroßen Surfboard, welches er mit einem einseitigen Stechpaddel in Bewegung bringt. Der Hund sitzt, steht oder liegt währenddessen vor dem Sportler auf dem Board. Von Seiten des Menschen eignet sich SUP für Jung und Alt, es ist leicht umzusetzen und kann auf Seen, Flüssen oder auf dem Meer praktiziert werden.

Voraussetzungen des Hundes
Das Befolgen von Grundsignalen wie ‚Sitz‘, ‚Platz‘ oder ‚Steh‘ sollte eine Grundvoraussetzung sein, ansonsten ist SUP für gesunde Hunde jeden Alters geeignet. Junge, übermotivierte oder unruhige Hunde lernen dadurch, sich auf dem Board ‚runterzufahren‘ und zu konzentrieren, ältere Hunde erfahren durch die erforderlichen Gleichgewichts- und Koordinationsübungen beim SUP-Training mehr Stabilität im Körper, was ihnen im Alltagsleben wieder zu Gute kommt. Unsichere Hunde gewinnen durch diese Beschäftigung an Selbstbewusstsein. Die Hunde entwickeln ein gesundes Körperbewusstsein. Die für das SUP notwendigen ruhigen Bewegungen bauen schonend die Muskulatur des Hundes auf, wobei der gesamte Körper beansprucht wird. Der Muskelaufbau und die Stabilität wiederum können dadurch Verletzungen vorbeugen.

Voraussetzungen des Menschen
Der Mensch sollte bei allen Übungen und Trainingseinheiten beschwerdefrei, voll belastbar und ohne Bewegungseinschränkung sein. Falls körperliche Beschwerden wie Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes, Asthma oder eine regelmäßige Medikamenteneinnahme vorliegen, sollte vor Trainingsbeginn ein Arzt aufgesucht werden.

Ganzkörpertraining
Stand Up Paddling ist ein perfektes Ganzkörpertraining, das alle Muskelgruppen beansprucht und dabei aber sehr gelenkschonend ist. Es fördert die Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit.

Was wird gebraucht?
Zunächst natürlich ein SUP-Board und das dazugehörige Paddel. Die Auswahl an unterschiedlichen Modellen ist inzwischen riesig, es gibt feste und aufblasbare – sogenannte inflatable – Boards. Während die festen Boards den Vorteil der hohen Stabilität aufweisen, besitzen die Inflatables einen hohen Transportkomfort. Sie können im nicht aufgeblasenen Zustand in einer platzsparenden Tragetasche transportiert werden.

Die Surfboard-Modelle sind in vier Kategorien eingeteilt: Allrounder, Cruising, Race und Wave, je nach Anspruch und Trainingsziel des Sportlers.
Der Allrounder ist beim SUP mit dem Hund jedoch das perfekte Einsteigermodell. Es ermöglicht die ersten Stehversuche ebenso wie Ausflüge in kleine Wellen, hat sehr ausgeglichene und anfängertaugliche Fahreigenschaften, da es sehr kippstabil auf dem Wasser aufliegt.

Die Länge des Paddels soll nach der Körpergröße des Menschen ausgesucht werden.

Für den Hund ist es günstig, ihn mit einer Schwimmweste auszustatten, um ihm Stabilität und Sicherheit zu geben, falls er einmal ins Wasser springt. Gerade Hunden, die nicht häufig schwimmen, fehlt es noch an der entsprechenden Muskulatur, wodurch sie beim Schwimmen schneller ermüden können. Eine Schwimmweste erleichtert ihnen das Schwimmen, wodurch sie nicht überanstrengt werden. Der Hundehalter benötigt eine normale Badekleidung oder einen Neoprenanzug.

Und los geht’s …
Zunächst sollen Hund und Mensch sich einzeln mit dem Board vertraut machen. Beide sollten unterschiedliche Bewegungsabläufe auf dem Board kennenlernen: sowohl der Mensch als auch der Hund sollen auf dem Board sitzen, knien und stehen üben, ebenso wie Drehungen des Körpers. Es ist nämlich wichtig zu lernen, das Gleichgewicht zu halten und Bewegungen ausgleichen zu können, bevor es gemeinsam aufs Board geht.

Sollte ein Hund beim Erstkontakt mit dem Board auf dem Wasser zu unsicher sein, empfehlen sich zunächst Trockenübungen an Land, um dem Hund die Scheu vor dem Board zu nehmen.

Sobald der Hund sich auf dem Board sicher fühlt, kann der Mensch sich hinzugesellen, zunächst sitzend oder kniend, später folgen dann die ersten Versuche im Stehen.

Wenn ein entspanntes und ruhiges Rudern mit dem Hund auf dem Board möglich ist, sollen im weiteren Verlauf des Trainings die Außenreize und Ablenkungen gesteigert werden, um die Impulskontrolle der Hunde zu schulen, damit diese nicht unaufgefordert ins Wasser springen.

Fazit
Stand Up Paddling ist ein gutes Training für Koordination und Muskulatur für Mensch und Hund und vor allem ein großer Spaß, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, wie sie beschrieben wurden.

Pdf zu diesem Artikel: stand_up_paddling

 

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