Stimmungsübertragung … und was wir daraus lernen können

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Das Phänomen der Stimmungsübertragung ist bereits seit den Neunziger Jahren bekannt. Doch noch immer findet es unter Hundehaltern wenig Beachtung. Dabei birgt das gegenseitige Spiegeln Chance und Risiko zugleich.

Wenn wir mit aufgeregten, nervösen oder wütenden Menschen in Kontakt kommen, dauert es meist nicht lange, bis wir die Unruhe am eigenen Leib spüren oder eine undefinierbare Wut wahrnehmen. Genauso kann uns aber auch die gute Laune eines Mitmenschen geradezu mitreißen. Was sich hier auf unterbewusster Ebene abspielt, wird von Wissenschaftlern als Stimmungsübertragung bezeichnet. Diese Spiegelung der Gefühlswelt unseres Gegenübers ist nicht alleine den Menschen vorbehalten. Auch unsere Hunde sind wahre Spiegelkünstler.

Vor allem bei wild lebenden Kaniden sichert das Phänomen der Stimmungsübertragung das Überleben im Rudel. Wittert ein Rudelmitglied Gefahr, überträgt sich die Anspannung sofort auf die übrigen Mitglieder und versetzt diese in Alarmbereitschaft. Klar, dass hier bei einer ernsten Bedrohung viel effektiver gehandelt werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Hier spricht man vom sogenannten Allelomimetischen Verhalten, bei dem die Mitglieder einer Gruppe dazu veranlasst werden, eine bestimmte Handlung ebenfalls auszuführen bzw. sich dieser anzuschließen. Der Begriff, der wohl für so manchen Knoten in der Zunge sorgen wird, stammt aus dem Griechischen. »Allelo« bedeutet übersetzt »gegenseitig« und »mimetisch« heißt nichts anderes als »nachahmend«.

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