Tierquäler-Prozess in Ried (OÖ) vertagt

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Um den misshandelten Schäferhund Leo kümmert sich der Verein Pfotenhilfe. (Foto © Pfotenhilfe)

Weil er seinen Hund grausam gequält und die Besitzer einer Katze, die er zu sich ins Haus genommen hatte, bedroht haben soll, hat sich am Freitag (4. 9. 2020) ein 19-Jähriger in Ried (OÖ) vor Gericht verantworten müssen (siehe auch: Tierquäler in Justizanstalt Ried eingeliefert). Laut den nun den Schäferhund betreuenden Tierschützern sei der Hund „physisch und psychisch ein Krüppel“ und werde sein Leben lang Therapien brauchen. Der Prozess wurde vertagt.

Der vorbestrafte 19-Jährige soll seinen Hund geschlagen und gewürgt haben, was er allerdings bestreitet. Als ihm das Tier abgenommen wurde, hatte es Hämatome, Würgemale, war stark abgemagert und nach einem angeblichen Unfall frisch operiert. Der Angeklagte erklärte aber etwa die blauen Flecken des Schäferhundes damit, dass dieser wohl mit seiner Katze Fangen gespielt habe. Schließlich wurden ihm beide Tier abgenommen. Allerdings nahm der 19-Jährige offenbar wieder eine Katze zu sich ins Haus, während deren Besitzerin gerade auf Urlaub war. Als die Frau das Tier zurückhaben wollte, habe er sie und ihren Freund laut Anklage mit den Worten „Wenn ihr mich nicht in Ruhe lasst, steche ich euch ab!“, und den Vater der Frau sogar mit einem Messer bedroht. Das Gericht wollte weitere Zeugen hören und vertagte auf den 15. Oktober 2020 (Quelle: APA).

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