Traumplatz durch WUFF

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Tierschutz ist für WUFF ein wichtiges Anliegen. Deshalb stellen wir unseren Lesern in der Rubrik „Hunde suchen ein Zuhause“ immer wieder Hunde vor, denen es nicht so gut geht wie unseren eigenen. Die ihr Zuhause verloren haben oder von ihren Vorbesitzern einfach im Stich gelassen wurden. Viele Hunde haben durch WUFF ein neues Zuhause gefunden. Huskyrüde Siko ist einer davon.

Traurige Vergangenheit
Siko ist ein Sibirian Husky. Ziellos umherirrend und verwahrlost wurde er von der Tierrettung des Tierschutzheimes Krems geborgen. Der damals etwa zweijährige Rüde war anfangs sehr ängstlich und – ganz untypisch für diese Rasse – auffallend mißtrauisch gegenüber Menschen. Er ließ sich lange Zeit weder Halsband anlegen noch berühren und reagierte auf andere Hunde aggressiv. Huskies sind bei normaler Entwicklung sozial sehr verträglich. Die Verhaltensweisen des Findlings ließen deshalb auf schlechte Haltungsbedingungen bei seinem Vorbesitzer schließen.

Ein Jahr lang gewartet
Erst nach und nach entwickelte Siko mehr Selbstvertrauen und lernte, Menschen nicht als Bedrohung zu empfinden. Er gewöhnte sich an Halsband und Leine und begegnete auch Artgenossen gelassener. Trotzdem war es sehr schwer, für Siko ein passendes Zuhause zu finden. In falschen oder unerfahrenen Händen hätte er sehr schnell wieder alte Verhaltensmuster und Aggressionen aufgebaut. Fast ein Jahr brauchte es, bis Siko auf den Menschen traf, der für ihn genau der richtige war.

Die zweite Chance
Wolfgang Koch aus Mauthausen in Oberösterreich stieß in der WUFF-Rubrik „Hunde suchen ein Zuhause“ auf das Foto von Siko. Das Schicksal des jungen Rüden rührte ihn und als leidenschaftlicher Husky-Fan nahm er gern den weiten Weg nach Krems (NÖ) auf sich, um den Rüden kennenzulernen. Bereits nach einem ersten Spaziergang faßte er den Entschluß, „Sorgenkind“ Siko sofort mitzunehmen. Es hat geklappt. Trotz anfänglicher Probleme hat Wolfgang Koch nicht einmal daran gedacht, seinen Adoptivhund wieder zurück ins Tierschutzheim zu bringen.

Hat’s gut getroffen
Statt dessen schickte er diesen lieben Brief samt Fotos vom Koch´schen Hundeparadies.

„Hallo an das Team des Tierschutzheimes Krems! Wir möchten Euch ganz liebe Grüße von Fritz (ehemals Siko) übermitteln. Nach anfänglichen Schwierigkeiten  (Er ließ sich nicht am Halsband halten bzw. berühren und hat gleich am vierten Tag kräftig zugebissen. Wir vermuten, daß wenn Fritz reden könnte, er uns einiges erzählen würde), hat er sich toll in das Rudel integriert. Er ist immer noch sehr nervös und berührungsscheu. Aber mit der Zeit wird es immer besser. Fritz hat bereits einen guten Freund im Rudel gefunden, mit dem er sehr viel spielt. Sobald das Wetter abgekühlt, werden wir wieder mit dem Training beginnen und hoffen, daß Fritz durch das Arbeiten im Rudel Ruhe und Ausgeglichenheit findet. Mit großem Interesse haben wir den Artikel im WUFF über den Neubau des Tierschutzheimes Krems gelesen. Wir hoffen und wünschen Euch, daß Ihr all die tollen Ideen verwirklichen könnt. Mit freundlichen Grüßen
Karin und Wolfgang Koch“.

Über diese Vermittlung hat sich die WUFF-Redaktion besonders gefreut. Fritz-Siko´s Happy End zeigt, daß ein Hund mit schlechten Erfahrungen nicht für sein Leben „verdorben“ ist, wenn nur jemand kommt, der es mit ihm versucht. Jemand mit Gefühl, Hundeverstand und viel Geduld. Jemand wie Wolfgang Koch.

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