Treibball – Mehr als nur Bälle schubsen

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Treibball ist eine sinnvolle Beschäftigung und nicht nur für Hütehunde geeignet. Es ist eine Ergänzung zu vielen anderen ­Hundebeschäftigungen und Hundesport­arten. Ziel bei Treibball ist es, Gymnastikbälle („Schafe“), die auf einem Spielfeld (Wiese) in beliebiger Anordnung ausgelegt sind, in Zusammenarbeit von Mensch und Hund in ein Tor (Gatter) zu bringen.

Zielgerichtetes Treiben erreicht das Team, indem der Mensch Stimme und Handgesten einsetzt und der Hund auf diese Anweisungen achten muss. Für Mensch und Hund bedeutet dies enge Zusammenarbeit, um das gemeinsame Ziel (alle Bälle ins Tor zu treiben) zu erreichen. Es bedarf eines großen Geschicks, die exakt richtigen Signale für den Hund verständlich zu machen. Der Hund wiederum lernt, auf diese zu achten und besser zu hören. ­Dabei ist die richtige Körperhaltung wichtig, wie zum Beispiel den Hund beim Kommando „sitz“ nicht zu bedrängen oder auf Entfernung die korrekten Richtungssignale einzusetzen. So heißt es für den Menschen sich zu konzentrieren, um die Kommandos und Aufgaben richtig zu übermitteln. Dies soll sehr ruhig geschehen, ohne Hektik, ohne Schimpfen und Schreien, mit viel Spaß an der Arbeit und freundlicher Stimme. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Arbeit mit dem Hund weitgehend unsere Freizeit betrifft, und die sollten wir mit viel Freude gemeinsam mit unserem vierpfotigen Freund verbringen!

Fantasie und Disziplin gefragt
Eine sinnvolle Arbeit – zu der ich Treibball zähle – ist für unsere Hunde nachvollziehbar, was aber auch bedeutet, dass wir sie ernst nehmen müssen, um von ihnen ernst genommen zu werden. Lassen wir Routine einkehren, wird uns der Hund schnell durchschauen und uns austricksen, indem er vorschnell und eigenmächtig handelt. Arbeiten wir jedoch bei Treibball für ihn völlig unberechenbar, mit wechselnden Anweisungskombinationen, wird unser Hund gespannt und motiviert auf unsere Anweisungen warten und sie beachten. Dazu brauchen wir Menschen mit viel Fantasie und Disziplin, und schon bald haben wir einen Hund als Treibballer, der gerne mit uns arbeitet und nach Anweisung korrekt die Bälle ins Tor stupst oder den Futterbeutel bringt. Kombiniert man viele unterschiedliche Aktivitäten mit den Bällen, wird das Zuhören und Aufpassen deutlich geschult. So heißt es manchmal auch einfach nur „treib“ (den Ball). Liegt ein Ball auf dem Feld und daneben ein Futterbeutel, dann muss der Ball auf Anweisung liegen bleiben und der Dummy gebracht werden.

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Bärbl Runggaldier – hat selbst 4 Australian Shepherds – ist zertifizierte Treibballtrainerin, für Anfänger und Fortgeschrittene – hat den § 11 Sachkundenachweis – ist Inhaberin von „die Treibball­schule“, sowie Autorin verschiedener Fachartikel und ihrer Bücher, „Die Treibball-Ideen, 100 Karten – 1000 Möglichkeiten“, oder „Die Treibball-Rallye“. Diese helfen jedem, der sich mit diesem Thema beschäftigen will, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen, ruhig und in klaren Schritten Treibball zu lernen. 2-tägige Treibball-Seminare in Hundeschulen, Vereinen oder Interessensgruppen können für ganz Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien bei ihr gebucht werden. In Bamberg werden ab 2017 Intensiv-Treibball-Seminare mit nur 6 Mensch-Hund-Teams gehalten. Weitere Infos unter: info@dietreibballschule.de

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