Veterinärmediziner: Junge Jagdhunde sollten nicht zu schwer tragen

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Bewegungsanalysen zeigen: Apportieren belastet Vorderbeine von Hunden

Wien (APA) – Jagdhunde wie Retriever sind gut dafür geeignet, um Vögel oder kleines Wild zu apportieren. Jungtiere sollten dabei aber nicht zu schwer tragen, etwa beim Training, zeigen Bewegungsanalysen an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Sonst könnten bestehende Gelenks- oder Sehnenschäden der Vorderbeine verstärkt werden, berichten die Forscher im Fachjournal „BMC Veterinary Research“.

Retriever wurden primär für die Arbeit oder Jagd gezüchtet. Als sogenannte Apportierhunde können sie etwa Vögel und Niederwild herbeibringen. Diese Fähigkeit wird mittlerweile auch bei Wettbewerben genutzt, bei denen Dummies zum Einsatz kommen. Auch für die Jagd wird mit diesen künstlichen Gewichten trainiert, und zwar vom Welpenalter an.

Ein ausgewachsenes Tier kann durchaus einige Kilo im Maul tragen. Ist es gesund, hält es eine angemessene Gewichtsbelastung auch aus. Die Bewegungsanalysen von Barbara Bockstahler von der Klinischen Abteilung für Kleintierchirurgie der Vetmeduni zeigten, dass sich die zusätzliche Gewichtsbelastung nicht auf den gesamten Bewegungsapparat verteilt. Vielmehr erhöhen sich die Kräfte vor allem auf die Vorderbeine.

Beim Training von Hunden, die noch im Wachstum sind, müsse man deshalb wegen Folgeschäden aufpassen. Die Veterinärmediziner raten daher am Mittwoch in einer Aussendung, mit Hunden, speziell Jungtieren, die zu Jagd oder Wettbewerbszwecken trainiert werden, regelmäßig Spezialisten aufzusuchen, die Gelenke, Sehnen und Muskeln überprüfen.

(S E R V I C E – Internet: http://dx.doi.org/10.1186/s12917-016-0715-7)

 

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