Vom Zusammenleben mit »triebigen« Hunden

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Es gibt Begriffe, die setzen sich im Sprachgebrauch so fest, dass sie immer wieder auftauchen, selbst wenn sie sachlich falsch sind. Trieb ist so einer. Da ist dann von Jagd-, Spiel- oder Hütetrieb die Rede. Aber was genau ist überhaupt ein Trieb? Warum wird er nach wie vor in der Hundeszene verwendet, obwohl er längst überholt ist? Und wie lebt es sich denn nun mit einem »triebigen« Hund?

Neulich auf der Hunderunde: Die Nase des Retrievers hat die Witterung schon lange aufgenommen. Jetzt sind seine Ohren gespitzt und die Augen verfolgen eine Ente, die aufreizend langsam nur wenige Meter vom Ufer entfernt im Wasser dümpelt. Mit einigen Sprüngen könnte es klappen. Der Goldi läuft los. Das Federvieh ist schließlich zum Greifen nah. Da ist plötzlich ein Pfiff zu hören. Abbruch! Das war es dann wohl mit dem Jagdglück für heute. Der junge Rüde scheint kurz der Aufforderung seiner Halterin zu folgen und an ihre Seite zu kommen, dreht sich dann aber um und prescht ins Wasser … »Mist, da war der Jagdtrieb doch wieder zu groß«, entschuldigt sich sein Frauchen. Ihr Vierbeiner, die Ohren für ihren Rückruf auf Durchzug gestellt, paddelt derweil der Ente hinterher, die laut protestierend aufflattert und sich schließlich in Sicherheit bringen kann.

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