Was wurde aus …? Ein Update aufgedeckter Skandale

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Trotz Dementis der Hundehändlerin wieder ein Fall der hochansteckenden, tödlichen Parvovirose!
– update zu WUFF 7+8/2002 und 9/2002 (nachzulesen auch unter http://www.wuff-online.com) –

Unter dem Titel „Hundehandel im Tierheim!“ veröffentlichte WUFF im Sommer 2002 den Skandal, dass im „Schnauzerl“, Hundehandelsgewerbebetrieb und Hundepension in Salzburg, das sich damals auch noch als „Tierheim“ bezeichnen durfte, ein dort gekaufter Welpe an der tödlich verlaufenden, ansteckenden Seuche Parvovirose gestorben war. Die Besitzerin des Betriebes, Frau Rehrl, dementierte heftig. Die Landesveterinärdirektion Salzburg hingegen bestätigte WUFF gegenüber: „Der Welpe war an Parvovirose, einer hochansteckenden, tödlich verlaufenden, aber nicht anzeigepflichtigen Virusinfektion gestorben.“ Mehrere Käufer von Hunden des „Schnauzerls“ sowie Hundepensionsgäste wandten sich daraufhin an WUFF. Sie berichteten auch von Verhaltensproblemen ihrer Hunde. Den Grundtenor dieser Reaktionen drückt
Alice Mühlbach aus Fuschl so aus: „Endlich sind diese Missstände öffentlich!“

Parvovirose im Schnauzerl kein Einzelfall
Nun ist die von WUFF aufgedeckte Liste der Todesfälle von Hunden aus dem „Schnauzerl“ wieder um einen Welpen länger (siehe Kasten auf dieser Seite). Und wieder war es Parvovirose! Zunehmend stellen sich nun Tierärzte und Hundebesitzer die Frage, warum die Salzburger Veterinärbehörden nicht endlich reagieren und eine Schließung des Betriebes dieser Hundehändlerin anordnen! Auch wenn diese Seuche leider noch immer nicht anzeigepflichtig ist – ein Umstand, der ebenfalls einer dringenden Änderung bedarf, wie Seuchenexperten fordern –, ist ein sofortiges Handeln der Behörden zu fordern, damit sich die vermutlich aus Osteuropa importierte Seuche (das „Schnauzerl“ importiert Welpen aus der Slowakei, wie WUFF in 9/2002 aufgedeckt hat) nicht noch weiter ausbreitet.


>>> WUFF – HINTERGRUND


Schon wieder Parvovirose bei Welpe aus dem Hundehandel „Schnauzerl“ in Salzburg

Als Tierärztin in Zell am See war ich schon mehrmals mit Hunden aus dieser Einrichtung konfrontiert. Der letzte tragische Fall, der in meiner Praxis gelandet ist, war kurz vor Weihnachten 2002. Frau G. hatte sich nach dem Tod ihres Gatten am 19.12. einen Zwergpudelwelpen bei Frau Rehrl (Betreiberin des „Schnauzerls“, Anm. d. Red.) gekauft. Bereits am Abend des Kauftages begann der kleine Rüde zu erbrechen, war apathisch und inappetent. … Auf Grund der Vorgeschichte äußerte ich die Verdachtsdiagnose Parvovirose und begann sofort mit symptomatischer i.v.-Infusionstherapie. Frau G. bekam zu  dem Welpen einen tschechischen Impfpass mit eingetragener SP-Impfung, aus dem jedoch die Identität des Hundes keineswegs hervorging. … Am 23.12. verschlechterte sich der Zustand des Welpen so rapide, dass wir uns zur Euthanasie entschlossen. Die pathologische Untersuchung des Hundes auf der Veterinärmedizinischen Universität Wien bestätigte den Verdacht Parvovirose sowohl bei der Obduktion als auch bei der immunhistochemischen Untersuchung!
Dipl. Tzt. Veronika Brugger, A-5700 Zell am See


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