Welpenhandel – Pfoten weg vom Online-Kauf

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Das Geschäft mit Hundewelpen boomt. Ein großer Teil findet über Online-Kleinanzeigen statt. Dort gehen Welpen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Doch gerade solche
Marktplätze bergen hohe Risiken, denn sie ermöglichen dubiosen Verkäufern Anonymität. Viele Länder versuchen daher den Machenschaften skrupelloser Händler auf unterschiedliche Weise Einhalt zu gebieten. Deutschland hingegen stellt sich bisher quer. Daher geht der tagtägliche qualvolle Kampf ums Überleben für zahlreiche Welpen weiter.

Auch Rachel M. musste miterleben, wie ihr Welpe trotz intensiver veterinärmedizinischer Versorgung tagelang schrecklich litt. Flecki, wie sie ihn nannte, wurde gerade mal sieben Wochen alt. „Nachdem ich die Anzeige mit den niedlichen kleinen Welpen entdeckt hatte, trafen wir uns mit dem Züchter auf einem Parkplatz, anstatt direkt bei ihm zu Hause. Er hatte dafür verschiedene Ausreden. Aus einem Lieferwagen heraus zeigte er uns dann die Mutter und die drei Welpen. Ich verliebte mich sofort in Flecki“, berichtet Rachel auf der Internetseite http://www.dankeeBay.de über ihren Kauf bei Gumtree, englisches Pendant von eBay Kleinanzeigen, zu dessen Mutterfirma auch Gumtree seit 2005 gehört. Zwar war der Engländerin bewusst, dass man Vermehrer nicht durch Welpenkäufe unterstützen sollte, doch hoffte sie, durch rasche veterinärmedizinische Hilfe den Kleinen vor einem grausamen Schicksal bewahren zu können. Sie kaufte den Welpen und brachte ihn umgehend zum Tierarzt. „Aufgrund mangelnder Ernährung waren seine Vorderbeine verkrümmt. Flecki bekam Injektionen. Trotzdem wurde er in den nächsten Tagen sehr schläfrig und lethargisch, erbrach sich und konnte kaum stehen.“ Noch einmal tat der Tierarzt, was in seiner Macht stand, um dem Kleinen zu helfen. „Trotz der medizinischen Versorgung ging es ihm immer schlechter. Er wimmerte und weinte und konnte vor Schmerzen nicht schlafen. Er kroch hinter das Sofa und wollte weder trinken noch essen. Nach einigen qualvollen Tagen starb er schließlich im Schlaf. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schlimm das war“, erinnert sich Rachel.

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