Weniger Neuerkrankungen bei mysteriöser Hundekrankheit in Norwegen

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Tiere dürfen wieder Kontakt mit Artgenossen haben

Oslo (APA/dpa) – Nach dem Auftreten einer mysteriösen Erkrankung bei Hunden in Norwegen haben die Behörden inzwischen vorsichtig Entwarnung gegeben. Die Zahl gemeldeter Neuerkrankungen gehe zurück, berichtete die Lebensmittelaufsicht Mattilsynet am späten Donnerstagabend. Sie hob ihre Empfehlung auf, dass Hunde möglichst keinen Kontakt zu Artgenossen haben sollten.

Untersuchungen deuten demnach darauf hin, dass die Durchfallerkrankung nicht sonderlich ansteckend ist. In den meisten Fällen sei nur ein Hund erkrankt, wenn er mit anderen zusammengelebt habe. Die Ursache sei weiter unbekannt. Das norwegische Veterinärinstitut konnte bisher bei rund 50 Hunden mit blutigem Durchfall Providencia-Bakterien nachweisen.

Diese weitverbreitete Bakteriengruppe wird mit Durchfallerkrankungen in Verbindung gebracht. Bei 14 der Hunde wurden dem Institut zufolge nahezu identische Providencia-Bakterien nachgewiesen – bei anderen aber nicht. Dies bestätige die Annahme, dass einige der Tiere derselben Ansteckungsquelle ausgesetzt waren, andere hingegen vermutlich nicht.

Seit Anfang August sind nach Angaben der Behörden mindestens 173 Fälle blutigen Durchfalls bei Hunden etlicher verschiedener Rassen gemeldet worden. Geschätzt gut 40 Tiere mit solchen Symptomen sind bisher gestorben. Durchfall kommt bei Hunden häufig vor, weshalb nicht jede Erkrankung zwingend mit dem mysteriösen Ausbruch zusammenhängen muss.

 

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