Wenn ich ein Hund wäre … Teil 2

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Was wünschen sich Hunde von uns?

In diesem Teil geht es um Themen, die aufgrund althergebrachter Informationen immer wieder zum Problem in der Mensch-Hund-Beziehung führen. Sie finden hier keine Trainingsanleitung, sondern Sie werden für Eigenschaften und Verhaltensweisen von Hunden sensibilisiert. Vielen Hundehaltern fehlt diese Sensibilität für einen tollen Umgang mit ihrem Hund. Ob ihr Verhalten auf mangelndem Wissen basiert oder einfach ihrem Naturell geschuldet ist? Dieser Artikel öffnet die Tür zu einem fairen und gerechten Umgang miteinander.

Thema Ängste: Da muss er durch – der Hund! Egal, ob ein Hund Schutz bei seinem Menschen vor anderen Hunden sucht, unsicher oder gar ängstlich auf Geräusche oder auch optische Auslöser reagiert – man soll den Hund nicht trösten, weil Trost die Situation nur verschlimmert. Ein weit verbreiteter Irrtum, der sich unglücklicherweise viel zu lange in den Köpfen der Menschen verankert hat – leider bis zum heutigen Tag! Denn: Angst ist kein Verhalten, sondern eine Emotion – eine negative Emotion. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf den Unterschied von Angst, Phobien oder Ängstlichkeit eingehen, da es mir in erster Linie nicht um einen Fachartikel zum Thema Angst geht, sondern um eine Sensibilisierung des Menschen gegenüber negativen Empfindungen beim Hund. Eine negative Emotion kann durch das Hinzufügen von etwas Positivem nicht verschlimmert werden, es sei denn, der Mensch verhält sich unbewusst bedrohlich aus der Sicht des Hundes. Je nach Hundetyp könnte zum Beispiel ein vornübergebeugter Mensch bedrohlich auf den Hund wirken und der gut gemeinte Trost so der Situation nicht zuträglich sein. Will also der Mensch seinem Hund in ängstigenden Situationen Trost spenden, muss er sich u. a. sehr stark seiner Körpersprache bewusst sein.

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Clarissa Mayer-Trommer
Clarissa Mayer-Trommer hat 2007 ihre Ausbildung zur Tierpsychologin mit dem Schwerpunkt Hund bei der ATN (Akademie für Tiernaturheilkunde) abgeschlossen. Sie nimmt regelmäßig an wissenschaftlich fundierten Weiterbildungen zu verschiedenen Themen rund um den Hund teil. Ihr vorwiegendes Tätigkeitsfeld ist die Verhaltenstherapie. Seit 2015 hat sie die Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Ausbildung von Hunden gemäß § 11 Tier- SchG. Sie gibt ihr Wissen gerne an andere Hundehalter weiter, um zu einem harmonischen Miteinander zwischen Menschen und Hunden beitragen zu können. www.tierpsychologischeberatung.me

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