Wir verstehen uns – Empathie zwischen Hund & Mensch

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Themenschwerpunkt: Die Gefühlswelt der Hunde

Wissen und ethisches Handeln hängen untrennbar zusammen. Denn wie wir mit Tieren umgehen, hängt davon ab, wie wir über sie denken. Und wie wir über sie denken, davon, was wir über sie wissen. Unser Wissen über Tiere, im Besonderen auch über Hunde, hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen. Gerade auch im Bereich der Kognition und Gefühle im Zusammenleben mit Menschen.

War das Thema Empathie (Begriffsklärung siehe Kasten rechts) ursprünglich eines der Philosophen, ab der Neuzeit auch der Psychologen, ist es seit wenigen Jahrzehnten auch eines der Biologen geworden. Für diese umfasst Empathie ein sehr breites Spektrum zwischen der automatischen emotionalen Aktivierung eines Lebewesens als bloße Reaktion auf die Emotion eines anderen (emotionale Übertragung) bis hin zu dem Punkt, wo ein Lebewesen die Perspektive eines anderen erkennen und sie sogar selbst einnehmen kann, sich also in komplexer Weise in das andere Lebewesen hineinzudenken vermag (komplexe Empathie).

Im folgenden Artikel geht es hauptsächlich um das empathische Verhältnis zwischen Hunden und Menschen. Dass Hunde gegenüber Menschen ein empathisches Verhalten aufweisen, ist zu offensichtlich, sodass dies heute von kaum jemandem bestritten wird (Silva 2011). Für Psychologen wie Verhaltensbiologen ist Empathie ein sozial nützliches Phänomen: Es ist nicht nur eine Voraussetzung für soziale Kommunikation, sondern sogar eine Motivation für aktives soziales Handeln (Decety 2010).

Warum aber ist es überhaupt bedeutsam, sich mit Empathie bei Tieren, hier im Speziellen bei Hunden, zu beschäftigen? Einer der Gründe dafür liegt darin, dass es unser Verhalten gegenüber Tieren beeinflusst. Je mehr wir über sie wissen, umso besser verstehen wir sie und umso mehr liegt es in unserer Verantwortung, entsprechend diesem Wissen mit Tieren umzugehen. Mit diesem psychologischen und biologischen Thema ist also auch unser konkretes ethisches Handeln verbunden.

Dass Tiere gegenüber Menschen emotionale Reaktionen und daraus folgende Handlungen zeigen können, ist aus Experimenten mit Schimpansen bekannt. Demnach würden solche Schimpansen, die nicht nur mit Artgenossen, sondern auch mit Menschen zusammen aufgewachsen sind, Menschen trösten und helfen, und dies auch ohne dafür eine Belohnung erwarten zu können (Warneken 2007). Wenn nun also diese spannende Studie aus dem Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig selbstloses Verhalten von Schimpansen gegenüber Menschen nachweist, dann bekommt die Frage, ob dies auch beim Haushund der Fall ist, eine umso größere Bedeutung. Dies wegen der Besonderheit, dass gerade der Hund eine seit Jahrtausenden mit dem Menschen enge gemeinsame Entwicklung aufweist. Forscher sprechen hier sogar von einem »ko-evolutionären Prozess« (Driscoll 2010, Wachtel 2014). Berücksichtigt man darüber hinaus Studienergebnisse, die nachweisen, dass Hunde einige soziale Fähigkeiten besitzen, die denen von Menschen ähneln, die aber bspw. bei Schimpansen nicht vorhanden sind (Hare 2005), dann müsste für unser Thema der Empathie bei Hunden sehr viel zu erwarten sein.

Kognitive und emotionale Perspektive
Warum aber sind Hunde überhaupt in der Lage, sich Menschen gegenüber empathisch verhalten zu können? Wissenschaftler vermuten, dass es sich hier um ein wölfisches Erbe handelt. Denn Wölfe als hochsozial organisierte Tiere zeigen die Fähigkeit zur Empathie gegenüber Artgenossen des eigenen Rudels, wie bspw. ein Verhalten der Versöhnung oder der Tröstung (Bekoff 2006, Cools 2008, Palagi 2009). Im Rahmen der Domestikation sei es zu einer Art Synchronisation dieser Fähigkeiten mit dem Menschen gekommen (Silva 2011), was sich dann im weiteren Verlauf der Ko-Evolution gefestigt haben dürfte.

Dazu kommt schließlich, dass bei Menschen und daher wohl auch bei Hunden nicht einfach jedes Individuum das gleiche Ausmaß an Empathie aufweist. Es gibt Menschen, die tatsächlich sehr wenig empathisch sind und solche, die ein sehr ausgeprägt empathisches und altruistisches (uneigennütziges) Wesen haben. Dass Empathie und Altruismus mit der Fähigkeit zusammenhängen, sich in die Perspektive des anderen einfühlen zu können, beweist auch das Gegenteil, der Autismus. Hier fehlt genau diese Fähigkeit der kognitiven Aneignung der Perspektive des anderen und aber auch die emotionale Gefühlseinstimmung.

Immer wieder ist in Zeitungen zu lesen, dass ein Hund sein Frauchen oder Herrchen dadurch gerettet habe, dass er es bei einem Feuer aus dem Schlaf aufgeweckt oder bei einem Sturz mit anschließender Bewusstlosigkeit Hilfe geholt habe. Diese Tatsache, dass also Hunde im Fall einer Notsituation eines Menschen Hilfe für diesen Menschen suchen (Coren 2004), ist jedenfalls eine bemerkenswerte Fähigkeit der emotionalen als auch kognitiven Empathie. Denn der Hund muss ja in diesem Fall die Perspektive des akut hilfsbedürftigen Menschen einnehmen können! Andererseits gibt es bei dieser Frage aber auch widersprüchliche Ergebnisse. So kam eine Studie, die Menschen Notsituationen simulieren ließ, zum Ergebnis, dass Hunde weder verstanden, dass es sich um eine Notlage des Menschen handelt, und schon gar nicht Hilfe suchten (Macpherson 2006). Wie ist nun ein solcher Widerspruch der Studienergebnisse zu erklären?

Der Unterschied: Echt oder gespielt
Nun, Coren berichtet über echte Notsituationen von Menschen, in denen Hunde mit der Suche nach Hilfe reagierten, während in der Studie von Macpherson die Notlagen bloß simuliert waren. Eine solche Simulation bestand bspw. darin, dass man der menschlichen Versuchsperson eine leere Schuhschachtel auf den Kopf fallen ließ oder die Person einen Herzinfarkt vortäuschte. Es könnte nun also sein, dass die Hunde in dieser Studie einfach gemerkt haben, dass es sich um keine echte Notsituation gehandelt hat.

Dass Hunde solche gespielten Notsituationen von echten unterscheiden können, lässt sich u.a. auch durch ihren Geruchssinn erklären, der ja bei den meisten Hunden deren Hauptsinn ist. In einer echten Notsituation kommt es bei Lebewesen zu einer sofortigen hormonellen Reaktion (bspw. Ausschüttung von Stresshormonen), was Hunde »riechen« können. Bei einer bloß gespielten oder gar nur auf einem Monitor präsentierten Notsituation ist nichts zu riechen, weshalb Hunde dann auch nicht unbedingt immer entsprechend reagieren. Es ist nach meiner Meinung übrigens ein großes Manko vieler Studien mit Hunden, die Monitore oder gespielte Situationen verwenden, dass sie methodisch von der biologischen Perspektive des Menschen ausgehen, also vor allem von unserem Sehsinn, und gerade nicht von der des Hundes.
Dieses eine Beispiel zeigt wieder einmal deutlich, wie kritisch wissenschaftliche Ergebnisse stets zu hinterfragen sind. Denn sie hängen ab von der jeweiligen Fragestellung, der angewandten Methode und den beteiligten Forschern. Und ihre Ergebnisse sind zudem ausschließlich in dem engen Bereich der Fragestellung gültig und nicht ohne Weiteres zu verallgemeinern. Vielfach überschreiten Wissenschaftler dann jedoch ihren durch die Methode beschränkten Bereich, wo ihre Aussagen aber nicht Geltung haben können und daher auch nicht stimmen müssen.

Gähnen steckt an?
Ein ähnliches Beispiel sind Studien, die »ansteckendes Gähnen« untersucht haben. Unter Menschen ist es häufig so, dass, wenn jemand gähnt, auch der andere zu gähnen beginnt. Zwei Studien haben nun untersucht, inwieweit auch Hunde durch menschliches Gähnen zum Gähnen angeregt werden. Die eine Studie weist nach, dass dies tatsächlich auch bei Hunden der Fall ist (Joly-Mascheroni 2008), während die andere Studie zum gegenteiligen Ergebnis kommt (Harr 2009). Schauen wir uns nun die unterschiedlichen Methoden dieser beiden Studien an: Die erste Studie, welche ansteckendes Gähnen bei Hunden nachweist, wurde live durchgeführt, d.h. Mensch und Hund waren unmittelbar beieinnander. In der anderen Studie hingegen wurden den Hunden lediglich auf einem Monitor Videos mit gähnenden Menschen gezeigt. So wird auch klar, warum die Ergebnisse unterschiedlich sind. Über Video lassen sich Hunde also nicht unbedingt zum Gähnen anstecken, bei direktem Menschenkontakt hingegen schon. Die Video-Studie zog dennoch den unzulässigen verallgemeinernden Schluss (und dies in einem sehr renommierten Fachjournal), dass Hunde sich grundsätzlich nicht durch das Gähnen von Menschen anstecken ließen. Ein glatter Fehler.

Problem der Interpretation
Untersuchungen im Bereich der Empathie zwischen Hund und Mensch sind zudem erschwert durch die Interpretation des Verhaltens. Wenn bspw. ein Kind seine Mutter weinen sieht, bietet es ihr Zuneigung an, bringt ihr Spielzeug oder streichelt und tröstet sie (Zahn-Waxler 1979,1984 in: Custance 2012). Wenn nun aber ein Hund in einer solchen Situation zu winseln beginnt, die weinende Person anstupst oder gar seinen Kopf in deren Schoß legt, stellen sich die Wissenschaftler folgende Frage: Tut der Hund das, um den Menschen zu trösten, oder tut er es bloß, um sich selbst zu trösten, weil er von dem Gefühl des Menschen »angesteckt« wurde? So wie etwa in einem Raum, in dem mehrere Babys liegen, eines zu weinen beginnt, plötzlich die anderen auch zu weinen beginnen.

Bloss Gefühlsübertragung oder aktives Tröstungsverhalten?
Zwei Psychologinnen des Goldsmiths College in London, Deborah Custance und Jennifer Mayer, gingen dieser Frage nach, indem sie untersuchten, wie Hunde auf weinende, also gestresste Menschen reagieren (Custance 2012). Um herauszufinden, ob es sich bloß um eine Gefühlsübertragung handelt, bei der der Hund für sich selbst Trost bei seinem vertrauten Frauchen oder Herrchen sucht, oder aber ob er aktiv Trost spenden möchte, unternahmen die Wissenschaftlerinnen folgendes Experiment. In einem Raum befanden sich sowohl die dem Hund vertraute Person, also Frauchen oder Herrchen, als auch eine fremde Person. Dass der Hund beim Weinen seines Frauchens oder Herrchens sich diesem nähert, würde noch nicht viel darüber aussagen, ob er aktiv Trost spendet oder ob er für sich selbst Trost sucht. Weint jedoch die fremde Person, würde im Fall einer bloßen Gefühls-Ansteckung der Hund für sich Trost bei dem Menschen suchen, zu dem er bereits ein emotionales Band hat, also bei Frauchen oder Herrchen.
Handelt es sich beim Hund jedoch um die komplexere Form der Empathie, in der er die Perspektive des traurig scheinenden Fremden einnimmt, dann würde er sich diesem nähern und ein Verhalten zeigen, das man als Trösten interpretieren könnte, ihn also bspw. anstupsen oder ihm die Hand lecken. Und so war es dann auch tatsächlich. Ist das nun der Beweis dafür, dass Hunde aktiv Anteilnahme an traurigen Menschen zeigen, also zur kognitiv-emotionalen Empathie fähig sind?

Nein, sagen die Wissenschaftlerinnen, ein Beweis sei das noch nicht. Denn das Verhalten der Hunde könnte bei der fremden Person lediglich durch Neugier verursacht sein und nicht durch empathische Anteilnahme. Um nun auch diesen Aspekt auszuschließen, wurde das Experiment wiederholt, nur diesmal weinte niemand, sondern die Menschen gaben lediglich ein summendes Geräusch von sich. In diesem Fall schauten die Hunde zwar kurz zu der fremden Person, sahen aber offensichtlich keine Veranlassung, sich ihr zu nähern, wie dies beim Weinen der Fall war. Damit scheint also die Annahme bewiesen, dass Hunde traurig wirkenden Menschen Trost spenden und es sich bei der hundlichen Empathie nicht bloß um eine Stimmungsübertragung handelt.

Das Ergebnis der Studie lässt sich nun so zusammenfassen: Unter den verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten von meidendem, ignorantem oder neugierigem Verhalten bis hin zu aktiver Kontaktaufnahme war das Ergebnis so, dass sich das Verhalten der Mehrheit der Hunde als empathische Anteilnahme und Trostspendung interpretieren ließ. Bspw. näherten sie sich dem weinenden Menschen in einer submissiven Weise und stupsten ihn an. Dieses Ergebnis unterstützt jedenfalls die Annahme, dass Hunde zu einer komplexen Empathie gegenüber Menschen fähig sind.

Wie trösten Hunde Menschen?
Welche Möglichkeiten haben Hunde nun, um Menschen Anteilnahme zu zeigen und Trost zu spenden? Trostspendende Menschen würden im Fall von kognitiver Empathie bspw. Körperkontakt aufnehmen (Streicheln, Umarmen) oder Aufmunterung zusprechen. Wie aber sieht ein solches analoges Verhalten bei Hunden aus? Befragt man Hundehalter, gibt es sehr unterschiedliche Antworten, die vom Anstupsen, Handlecken über Winseln oder Bringen von Gegenständen bis hin zum Versuch der Ablenkung reichen. Hier gibt es also wie auch bei Menschen eine Vielzahl an Möglichkeiten, die vom jeweiligen Umstand und dem Charakter der Beteiligten abhängt, sodass die konkrete Antwort auf diese Frage wohl in der Alltagserfahrung der Menschen zu finden ist, in deren Familie ein Vierbeiner lebt.

Wenn Menschen Hunde trösten
Dass Hunde auf Menschen durch empathisches Verhalten einen beruhigenden oder sogar tröstenden Einfluss haben können, scheint also auch zunehmend wissenschaftlich dokumentiert zu sein. Das Gleiche gilt aber natürlich auch umgekehrt. Auch wir können auf Hunde beruhigend und tröstend wirken, auch wir können uns in die Gefühlswelt unserer Hunde hineinversetzen, beispielsweise im Fall der Trauer, wenn von zwei Hunden, die immer zusammengelebt haben, einer stirbt. Oder wenn ein Hund plötzlich in ein Tierheim gebracht wird, eine Situation, die viele Hunde enorm stresst. Die plötzlich so komplett andere Umgebung, der reduzierte soziale Kontakt, Lärm durch das Bellen vieler Hunde usw., also eine sehr belastende Situation. Empathische Menschen können verstehen, dass dies den Hund stresst, nicht selten auch ängstigt. Hier kann der Mensch den Hund trösten, indem er sich mit ihm beschäftigt. Eine Studie der Colorado State University in den USA konnte nachweisen, dass bei frisch ins Tierheim aufgenommenen Hunden der Cortisonspiegel als Hinweis auf Stress deutlich sinkt, wenn sich kurz nach der Aufnahme ein Mensch rund 45 Minuten lang mit dem Hund beschäftigt (Coppola 2006). Dies in Form von bspw. Spielen, kurzem Gassigehen, Streicheln, mit dem Hund Sprechen usw. Im Vergleich mit Hunden, bei denen dies nicht getan wird, sind die Cortisonspiegel auch an den folgenden Tagen deutlich niedriger. Ein weiterer nützlicher Effekt dieser Beschäftigung mit dem neuen Tierheimhund sei auch die Möglichkeit, den Charakter des Hundes kennen und abschätzen zu lernen, so die Wissenschaftler. Und welchen Einfluss menschliche Berührungen auf den Hund haben können, lässt sich genauer in dem Artikel von Regina Röttgen nachlesen (ab Seite 34 in dieser Ausgabe).

Fazit
Es gibt Wissenschaftler, welche die Empathie zwischen Menschen und Hunden lediglich auf eine emotionale Übertragung, als eine Art Gefühls-Ansteckung reduzieren. Diejenigen Forscher, die jedoch zusätzlich auch eine kognitive Komponente, also einen (geistigen) Perspektivenwechsel des Hundes annehmen, also von komplexer Empathie sprechen, die – zumindest im Ansatz – der des Menschen nicht unähnlich ist, sind allerdings im Zunehmen.
Ob sich nun die Wissenschaftler einig sind oder nicht, das soll uns, die wir mit Hunden leben und für die der Hund ein Familienmitglied ist, nicht wirklich belasten. Sehen und spüren wir doch tagtäglich das, worüber die Wissenschaftler vielleicht noch streiten: die unglaublich feinsinnige und völlig vorurteilslose Empathie unserer Vierbeiner, von denen wir Menschen einiges lernen könnten.

Was ist Empathie?

Der Begriff der Empathie wird in der Literatur oft unterschiedlich verwendet und die dabei beteiligten Prozesse werden verschieden interpretiert.

Empathie als Fähigkeit von Lebewesen, sich in andere »einfühlen« zu können, setzt voraus, die Emotionen des anderen zu erkennen und richtig einzuordnen. Zur Empathie gehört dann aber nicht nur das Einfühlen, sondern auch entsprechende Reaktionen, die man grob unter den Begriffen Mitgefühl oder noch allgemeiner unter Teilnahme subsummieren kann.

Empathie leitet sich rein begrifflich vom altgriechischen pas-chein ab, was soviel wie leiden oder fühlen bedeutet. So sagt man ja auch, dass jemand mit Pathos vorträgt, wenn es besonders dramatisch geschieht. Psychologen unterscheiden bei Empathie eine emotionale und eine kognitive. Während erstere die Fähigkeit ist, nachfühlen zu können, was der andere fühlt, was durchaus auch bloß eine Stimmungsübertragung sein könnte, so ist die kognitive Empathie deutlich komplexer. Sie setzt voraus, dass ein Lebewesen die Perspektive des anderen einnehmen kann. Das ist dann natürlich nicht mehr bloß eine Stimmungsübertragung, sondern führt meist auch zu einer Verhaltensreaktion, wie bei Traurigkeit bspw. zu dem Wunsch, dem anderen zu helfen oder ihn zu trösten usw. (Custance 2012)

Literaturquellen

Die im Artikel zitierte Literatur in alphabetischer Reihenfolge.

• Bekoff M. Animal passions and beastly virtues: reflections on redecorating nature. Temple University Press, Philadelphia 2006
• Cools A. et al. Canine reconciliation and third-party-initiated postconflict affiliation: do peacemaking social mechanisms in dogsrival those of higher primates? Ethology 2008;114:53-63
• Coppola CL et al. Human interaction and cortisol: can human contact reduce stress for shelter dogs? Physiol Behav. 2006;87(3):537-541
• Coren S. How dogs think: understanding the canine mind. Free Press, New York 2004
• Custance D., Mayer J. Empathic-like responding by domestic dogs to distress in humans: an exploratory study. Anim Cogn. 2012;15(5):851-859
• Decety J. To what extent is the experience of empathy mediated by shared neural circuits? Emot. Rev. 2010;2:204-207
• Driscoll C., Macdonald D. Top dogs: wolf domestication and wealth. J Biol. 2010; 9(2): 10
• Hare B., Tomasello M. Human-like social skills in dogs? Trends Cogn. Sci. 2005;9:339-444
• Harr A. Do dogs (canis familiaris) show contagious yawning? Anim. Cogn. 2009;12:1435-1448
• Joly-Mascheroni R. et al. Dogs catch human yawns. Biol. Lett. 2008;4:446-448
• Macpherson K., Roberts W. Do dogs (canis familiaris) seek help in an emergency? J. Comp. Psychol. 2006;120:113-119
• Palagi E., Cordoni G. Postconflict third-party affiliation in Canis lupus: do wolves share similarities with the great apes?Anim. Behav. 2009;78:979-986
• Silva K., de Sousa L. Canis empathicus‘? A proposal on dogs‘ capacity to empathize with humans. Biol. Lett. 2011;7:489-492
• Wachtel H. Die Bedeutung der Hunde in der Evolution des Menschen. WUFF 2014;5:26-28
• Warneken F. et al. Spontaneous altruism by chimpanzees and young children. PLoS Biol. 2007;5:1414-1420

Pdf zu diesem Artikel: empathie_hund_mensch

 

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Dr. Hans Mosser
Der Arzt und Theologe Mag. Dr. Hans Mosser ist Mitbegründer und Herausgeber von WUFF und arbeitet im Hauptberuf als leitender Arzt und ­Professor in einem Universitätsklinikum.

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