Zu alt für einen Hund? Zu viel des Guten …?

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Zu viel des Guten. Möglicherweise gut gemeinte – zu hohe – Anforderungen an potenzielle Interessenten dezimieren die Vermittlungschancen für Hunde im Tierschutz.

Weltweit fristen herrenlose oder gar misshandelte Tiere in überfüllten Auffangstellen ihr Leben oder sind vom Einschläfern bedroht. Es steht außer Frage, dass Tierschützer wunderbare Arbeit leisten, um diesen bedauernswerten Geschöpfen zu helfen und möglichst ein neues Zuhause für sie zu finden. Jedoch sollten die einzelnen Organisationen ab und an überprüfen, ob jede ihrer Anforderungen an einen potenziellen Interessenten für eine erfolgreiche Vermittlung wirklich sinnvoll ist.

Altersdiskriminierung
Nach dem Tod meines Rüden suchte ich nach einem neuen vierbeinigen Gefährten. Aus Überzeugung wollte ich kein Tier vom Züchter und so begann ich die Tierschutzseiten im Internet zu durchforsten. Zwei Tierschutzhunde hatte ich in der Vergangenheit bereits bei mir aufgenommen, sogar zu Rettungshunden ausgebildet und sie viele Jahre an meiner Seite gehabt. Auf einem Portal für Tierschutzhunde fündig geworden, informierte ich mich bei der betreffenden Organisation über die Details und musste überrascht feststellen, dass ich mit 62 Jahren tatsächlich »zu alt für einen Tierschutzhund« sein sollte. Es gibt beispielsweise kein Höchstalter für die Kandidatur zum US-Präsidenten (aktuell: Joe Biden 77, Bernie Sanders 78).

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Martina Stricker
Martina Stricker ist seit 2000 selbst im Rettungshundewesen im Einsatz und seit 2007 auch als Ausbilderin tätig. Sie beschäftigt sich seit gut zwei Jahrzehnten mit dem Verhalten, den Fähigkeiten und der Arbeitsweise von Hunden, deren ausgesprochen enger Bindung an den Menschen und den daraus resultierenden Möglichkeiten. Ihre Bücher liefern effektive Konzepte für die Ausbildung von Rettungs- als auch Familienhunden und tragen den Bedürfnissen unserer dicht besiedelten Welt Rechnung.

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